Muttertagsgeschenk: Was Mütter sich wirklich wünschen

Ratgeber · Muttertag

Von Maria-Anna, Schmuckexpertin · 9 Min. Lesezeit

Ruhiger Morgen am Küchentisch als Sinnbild für Zeit als Muttertagsgeschenk

Das Wichtigste in Kürze

Die meisten Mütter wünschen sich zum Muttertag keine Dinge, sondern Entlastung und gemeinsame Zeit. Wer trotzdem etwas überreichen möchte, trifft es am besten mit einer Kleinigkeit, die am Montag noch da ist. Der Preis spielt dabei nachweislich eine geringere Rolle als gedacht. Der Muttertag 2027 fällt auf Sonntag, den 9. Mai.

9. Mai

Muttertag 2027

18,72 €

Ausgaben pro Kopf

64,9 %

schenken Blumen

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Jedes Jahr im April kommen dieselben Nachrichten bei mir an. Meistens abends. Meistens ein bisschen ratlos. Sinngemäß steht darin: Ich suche etwas zum Muttertag, aber meine Mutter sagt jedes Jahr, sie braucht nichts.

Sie meint das ernst. Wenn man Mütter befragt, sagen sie genau das.

Und trotzdem stehen wir am zweiten Maisonntag da und wollen irgendetwas in die Hand geben. Weil leere Hände sich falsch anfühlen, auch wenn Worte reichen würden. Die interessantere Frage ist deshalb nicht, was man schenkt. Sondern was davon am Montag noch da ist.

Was wünschen sich Mütter wirklich zum Muttertag?

Mütter wünschen sich zum Muttertag überwiegend Entlastung und gemeinsame Zeit, nicht materielle Geschenke. Ganz oben stehen ausschlafen, ein Frühstück, das jemand anderes macht, und ein Tag ohne Zuständigkeit für den Haushalt. Handgeschriebene Worte und ein Anruf werden häufiger genannt als jedes gekaufte Produkt.

Zahlen, die zählen

Die Zahlen sind eindeutiger, als man erwartet. Der Handelsverband Deutschland rechnet mit Geschenkausgaben von rund 1,05 Milliarden Euro. Klingt nach viel. Auf die Bevölkerung gerechnet sind es 18,72 Euro pro Kopf, und nur etwa 30 Prozent planen überhaupt eine Ausgabe.

Die Erwartung ist also kleiner, als die meisten denken.

Der Druck kommt fast immer von der schenkenden Seite. Wenn mir jemand schreibt, meine Mutter hat schon alles, steckt dahinter selten ein volles Schmuckkästchen. Dahinter steckt die Sorge, mit dem Falschen anzukommen. Ich antworte darauf meistens mit derselben Gegenfrage: Was hat sie letztes Jahr bekommen, und wo ist es heute. Die Antwort ist erstaunlich oft: keine Ahnung.

Genau da liegt der Punkt.

Warum ein teures Geschenk nicht besser ankommt

Schenkende überschätzen systematisch, wie stark der Preis eines Geschenks die Freude der beschenkten Person beeinflusst. Bei den Beschenkten selbst lässt sich dieser Zusammenhang nicht nachweisen. Ein teureres Geschenk wird nicht als wertvoller empfunden, obwohl die schenkende Seite fest davon ausgeht.

Untersucht haben das Francis Flynn und Gabrielle Adams an der Stanford Graduate School of Business. Ihre Arbeit Money Can't Buy Love beschreibt eine asymmetrische Erwartung. Wer schenkt, glaubt an einen Zusammenhang zwischen Preis und Wertschätzung. Wer beschenkt wird, spürt ihn nicht.

Der Aufpreis, den man zahlt, um sicherzugehen, beruhigt vor allem einen selbst. Drüben kommt er nicht an.

Was ankommt, ist Passgenauigkeit. Ein Stück, das erkennbar für diese eine Person ausgesucht wurde, schlägt ein teureres, das für jede Frau passen würde. Deshalb frage ich in der Beratung fast nie nach dem Budget. Ich frage, was die Beschenkte den ganzen Tag über tut.

Was schenke ich meiner Mutter, wenn ich keine Idee habe?

Wenn dir nichts einfällt, hilft eine Frage weiter: Was macht sie jeden Tag, ohne dass es jemand sieht. Geschenke, die dort ansetzen, treffen fast immer. Alles andere ist Raten. Eine Idee zu haben ist weniger wichtig, als aufmerksam gewesen zu sein.

Praktisch führt das zu drei Wegen.

Etwas abnehmen

Ein Nachmittag, ein Einkauf, eine Aufgabe, die sonst automatisch bei ihr landet. Wirkt am stärksten, kostet am wenigsten, wird am seltensten gewählt. Weil es sich nicht überreichen lässt.

Etwas gemeinsam tun

Zeit, die im Kalender steht und nicht verschoben wird. Der Unterschied zwischen „wir machen mal was“ und einem festen Datum ist größer, als er klingt.

Etwas Kleines, das bleibt

Ein Gegenstand, der sie an diesen Tag erinnert, ohne dass er dafür groß sein muss.

Bei der dritten Variante werden die meisten unsicher. Und greifen dann fast immer in dieselbe Richtung daneben: zu groß. Ein Stück, das zu besonders für den Alltag ist, wird einmal getragen und danach weggelegt.

Wenn du grundsätzliche Orientierung brauchst, hilft dir mein ausführlicher Beitrag zum Thema Schmuck verschenken weiter.

Wann ist Muttertag 2027?

Der Muttertag 2027 fällt auf Sonntag, den 9. Mai. In Deutschland wird er immer am zweiten Sonntag im Mai begangen. Das Datum liegt dadurch stets zwischen dem 8. und dem 14. Mai.

Ein gesetzlicher Feiertag ist er nicht. Es gibt keine eigene Regelung dazu, weder auf Bundes- noch auf Landesebene. Geschäfte haben also regulär geschlossen. Wer etwas besorgen will, muss das bis Samstag erledigt haben.

Eine Verwechslung passiert regelmäßig. Der Vatertag liegt an Christi Himmelfahrt und damit immer auf einem Donnerstag, 39 Tage nach Ostern. Mal liegen beide Tage wenige Tage auseinander, mal mehrere Wochen.

Für die Bestellung heißt das: erste Maiwoche einplanen. Unsere Lieferzeit liegt bei ein bis drei Werktagen, ab 39 Euro versandfrei, nachzulesen im MERCY'S Versprechen. Wer früh bestellt, hat außerdem den Vorteil, in Ruhe auszusuchen statt zu nehmen, was noch da ist.

Warum ändert sich das Datum jedes Jahr?

Der Muttertag hat kein festes Kalenderdatum, sondern eine Regel: zweiter Sonntag im Mai. Da der 1. Mai jedes Jahr auf einen anderen Wochentag fällt, verschiebt sich auch der zweite Sonntag. Fällt der 1. Mai auf einen Sonntag, ist Muttertag am 8. Mai. Fällt er auf einen Montag, ist es der 14.

Diese Regel stammt nicht aus Deutschland. Sie geht auf die amerikanische Festlegung von 1914 zurück und wurde bei der Übernahme mitgeführt.

Dass ein Tag an einen Wochentag gebunden ist statt an ein Datum, ist kein Sonderfall. Ostern, Pfingsten und der Vatertag funktionieren ähnlich, nur eben gekoppelt an den Ostertermin.

Die nächsten Termine: 9. Mai 2027, 14. Mai 2028, 13. Mai 2029.

Der Tag wandert. Was man an ihm gibt, muss das nicht.

Wer hat den Muttertag erfunden?

Als Begründerin des modernen Muttertags gilt die US-Amerikanerin Anna Jarvis. Sie organisierte am 10. Mai 1908 in Grafton, West Virginia, und in Philadelphia die ersten Gottesdienste zu Ehren ihrer verstorbenen Mutter Ann Reeves Jarvis. Der zweite Maisonntag geht auf deren Todestag zurück.

Sechs Jahre später wurde daraus eine nationale Angelegenheit. Der US-Kongress verabschiedete am 8. Mai 1914 eine Resolution, Woodrow Wilson unterzeichnete tags darauf die Proklamation, deren Wortlaut bis heute einsehbar ist. Die Library of Congress dokumentiert den Ablauf mit den Originalquellen.

Was fast immer weggelassen wird: Anna Jarvis hat sich später gegen ihren eigenen Tag gewandt.

Gut zu wissen

Ihr missfiel, wie schnell er zum Verkaufsanlass wurde. Das Smithsonian Magazine zeichnet nach, wie sie bis an ihr Lebensende gegen gekaufte Karten und fertige Sträuße kämpfte. Eine gedruckte Karte, sagte sie sinngemäß, sei ein Zeichen von Faulheit gegenüber der Frau, die alles für einen getan habe.

Man muss ihr darin nicht folgen. Aber sie hat früh benannt, worum es geht: Nicht was gekauft wurde, sondern was davon bleibt. Der handgeschriebene Satz, den sie einforderte, kostet bis heute nichts und überdauert alles andere.

Warum feiern wir den Muttertag in Deutschland?

In Deutschland wurde der Muttertag erstmals am 13. Mai 1923 allgemein gefeiert. Angestoßen hat ihn der Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber. Also die Floristen. Die Idee kam aus den USA und war hier von Anfang an mit einem wirtschaftlichen Interesse verbunden. Das Deutsche Historische Museum führt das Datum in seiner Jahreschronik.

Das Bundesfamilienministerium ordnet die deutsche Geschichte des Tages in einem eigenen Beitrag ein. Wichtig daran ist ein Punkt, der oft falsch erzählt wird: Der Muttertag ist keine Erfindung der Nationalsozialisten. Er bestand seit zehn Jahren, wurde ab 1933 aber vereinnahmt und umgedeutet.

Nach 1945 dauerte es entsprechend, bis er seinen belasteten Beiklang verlor. In der DDR wurde er nie offiziell begangen, dort galt der Internationale Frauentag am 8. März.

Die Herkunft erklärt auch, warum Blumen bis heute das Standardgeschenk sind. Der Tag wurde von einer Branche eingeführt, deren Ware nach zehn Tagen verwelkt ist.

Wann ist Muttertag in anderen Ländern?

Der Muttertag wird weltweit gefeiert, aber nicht überall am selben Tag. Deutschland, Österreich, die Schweiz, Italien, die USA, Japan und Australien halten sich an den zweiten Maisonntag. Andere Länder weichen deutlich ab.

Norwegen feiert am zweiten Sonntag im Februar. In Großbritannien und Irland liegt der Mothering Sunday im März, drei Wochen vor Ostern, und ist damit beweglich. Frankreich nimmt meist den letzten Maisonntag, verschiebt aber auf den ersten Junisonntag, wenn Pfingsten dazwischenliegt. Spanien und Portugal feiern am ersten Maisonntag.

Relevant wird das, wenn die Familie über Ländergrenzen verteilt ist. Ich bekomme dazu regelmäßig Fragen, meistens von Kundinnen mit Familie in Großbritannien, weil die März-Variante gern übersehen wird.

Wer ins Ausland verschickt, sollte mehr Zeit einplanen als die ein bis drei Werktage innerhalb Deutschlands. Und eher zu etwas greifen, das den Transport unbeschadet übersteht.

Welche Blumen schenkt man zum Muttertag?

Blumen sind mit Abstand das häufigste Muttertagsgeschenk. Laut HDE-Erhebung nennen 64,9 Prozent der Schenkenden sie, gefolgt von Lebensmitteln mit 43,3 Prozent und Parfüm oder Kosmetik mit 29,9 Prozent. Klassisch sind Rosen, Tulpen, Pfingstrosen und Nelken.

Die Nelke gilt als die eigentliche Muttertagsblume. Anna Jarvis hatte die weiße gewählt, die Lieblingsblume ihrer Mutter. Weiß stand für die verstorbene, rot für die lebende Mutter. Diese Unterscheidung ist heute verschwunden. In Deutschland dominieren ohnehin Tulpen und Pfingstrosen, weil sie im Mai Saison haben.

Der Nachteil ist bekannt und wird trotzdem selten ausgesprochen. Nach zehn Tagen sind sie im Biomüll.

Das ist kein Argument gegen Blumen. Sie sind ein guter Auftakt und sagen etwas, wofür man keine Worte braucht. Es ist ein Argument dafür, etwas danebenzulegen, das bleibt. Genau diese Kombination sehe ich in unseren Bestellungen am häufigsten: ein Strauß und eine Kleinigkeit dazu, oft mit dem Zusatz, es solle bitte bis Freitag da sein.

Was sich dafür eignet, findest du unter Schmuck als Geschenk.

Frühlingsstrauß auf einer Fensterbank als klassisches Muttertagsgeschenk
Ein guter Auftakt, nur eben mit Ablaufdatum.

Was macht ein Geschenk zum Anker?

Ein Geschenk wird zum Anker, wenn es drei Dinge erfüllt: Es lässt sich täglich tragen oder benutzen, es hält länger als ein Jahr, und es ist mit einem Moment verknüpft, an den man sich erinnert. Fehlt eine der drei Bedingungen, wird es Dekoration.

Der Unterschied zeigt sich im Verhalten. Dinge, die abgelegt werden müssen, wandern in die Schublade. Nicht sofort, sondern nach der dritten oder vierten Gelegenheit, bei der man sie vergessen hat. Ein Stück dagegen, das mitgeht, unter die Dusche, ins Schwimmbad, in einen ganz normalen Dienstag, wird nach ein paar Wochen zur Gewohnheit.

Und Gewohnheiten tragen Bedeutung. Anlässe nicht.

Deshalb empfehle ich bei Muttertagsgeschenken das feine Stück statt des großen. Eine schmale Kette wie die Lyra oder ein zartes Armband wie das Solina wird getragen. Ein Statement-Stück wird bewundert und weggelegt.

Soll ein Symbol dazukommen, funktioniert das, solange es nicht erklärungsbedürftig ist. Die Thaleya mit ihrem Kleeblatt oder die Elira mit dem Sonnenanhänger tragen eine Bedeutung, die man nicht auseinanderfalten muss. Wer es schlicht mag, liegt bei der Kaira richtig.

Was die Verpackung angeht: Bei uns kommt jede Bestellung geschenkfertig an, was genau darin liegt, zeigt das MERCY'S Ritual.

Woran erkennt man Schmuck, der den Alltag aushält?

Alltagstauglichen Schmuck erkennt man an drei Angaben: dem Grundmaterial, der Art der Vergoldung und daran, ob der Hersteller Wasserkontakt ausdrücklich zulässt. Fehlt eine davon, ist das Stück meist nicht für den Dauereinsatz gedacht.

Kurz gefasst: 316L EdelstahlMedizinisch zertifizierter Edelstahl, der auch fuer chirurgische Instrumente und Implantate verwendet wird. als Basis statt Messing, PVD-VergoldungPhysical Vapor Deposition: Gold wird im Vakuum verdampft und fest mit der Stahloberflaeche verbunden, statt nur aufzuliegen. statt galvanischer Flash-VergoldungSehr duenne galvanische Goldauflage, wie sie bei guenstigem Modeschmuck ueblich ist., und eine klare Aussage zu Duschen und Schwimmen. Bei uns gilt beides, dazu zwei Jahre Garantie und 100 Tage Rückgabe.

Weil das Thema mehr Raum braucht, als es hier bekommt, habe ich es an anderer Stelle behandelt. Warum manche Stücke nach Wochen abfärben und andere nach Jahren nicht, steht in meinem Beitrag über Schmuck, der nicht abfärbt. Zur Wasserfestigkeit im Detail gibt es wasserfester Schmuck. Und wenn die Beschenkte empfindliche Haut hat, ist nickelfreier Schmuck der richtige Einstieg.

Was schreibt man zum Muttertag auf die Karte?

Auf die Karte gehört ein konkreter Satz, kein allgemeines Kompliment. Statt „Du bist die Beste“ wirkt „Danke, dass du damals am Telefon geblieben bist“ ungleich stärker. Ein einziger benannter Moment schlägt jeden fertigen Spruch, weil er zeigt, dass du dich erinnerst.

Wenn dir der Einstieg fehlt, helfen drei Richtungen.

1

Kurz und direkt. „Danke für alles, was du nie erwähnst.“ Oder: „Heute machst du nichts. Das ist das Geschenk.“ Oder schlicht: „Ich denke öfter an dich, als ich es sage.“

2

Liebevoll und ausführlich. „Ich weiß erst heute, wie viel du weggetragen hast, ohne dass ich es gemerkt habe. Danke dafür.“ Oder: „Du hast nie gesagt, dass es schwer war. Ich sehe es trotzdem.“

3

Mit Humor. „Ich habe lange nach einem guten Geschenk gesucht. Dann fiel mir ein, dass du mich schon hast.“ Oder: „Danke, dass du mich auch dann magst, wenn ich unmöglich bin.“

Zwei Dinge sehe ich selten und sie kommen fast immer an: eine Erinnerung an einen ganz gewöhnlichen Tag statt an ein großes Ereignis. Und ein Satz, der etwas benennt, das sie selbst nie erwähnen würde.

Bist du unsicher, nimm den Satz, bei dem du kurz zögerst, ob er zu persönlich ist. Das ist meistens der richtige.

Aus der Beratung

Maria-Anna, Schmuckexpertin bei MERCY'S

Maria-Anna, Schmuckexpertin

Bei jeder Bestellung liegt bei uns eine Karte im Paket, auf der genau dafür Platz ist. Eine Kundin hat mich vor zwei Jahren gefragt, ob sie die Karte noch einmal einzeln bekommen könnte. Ihre Mutter hatte die erste aufgehoben, das Schmuckstück lag im Bad, die Karte lag in der Nachttischschublade. Seitdem lege ich zwei bei, wenn jemand schreibt, dass es ein Muttertagsgeschenk wird.

Was schenkt man zum ersten Muttertag?

Zum ersten Muttertag passt ein Stück, das den Anfang markiert und nicht das Baby in den Mittelpunkt stellt. Frisch gebackene Mütter bekommen in dieser Phase fast ausschließlich Dinge für das Kind. Ein Geschenk, das ihr allein gilt, fällt deshalb auf.

Praktisch heißt das: leicht, unempfindlich, ohne scharfe Kanten. Eine feine Kette, die beim Tragen des Kindes nicht stört. Oder ein flaches Armband, das unter dem Ärmel verschwindet. Etwas, das man nicht jeden Abend abnehmen muss, weil in dieser Zeit ohnehin niemand an Schmuck denkt.

Von langen Ketten mit Anhänger rate ich in dieser Phase ab. Kleine Hände greifen zuverlässig nach allem, was baumelt.

Die häufigste Rückmeldung zu diesem Anlass dreht sich nicht um das Aussehen. Sie dreht sich darum, dass das Stück den Alltag mit Kind überstanden hat.

Passende Stücke findest du unter Ketten und bei den Armbändern. Bei Unsicherheit zur Länge hilft mein Beitrag zur Kettenlänge. Bei jeder Kette liegt eine Verlängerung von sieben Zentimetern bei, damit sich die Passform anpassen lässt.

Frau schließt ein feines Armband als Geschenk zum ersten Muttertag
Flach, leicht, unter dem Ärmel unsichtbar: das Format, das den Alltag mit Kind übersteht.

Was schenkt man der Oma zum Muttertag?

Großmüttern schenkt man am Muttertag am besten etwas, das gemeinsam erlebt oder gemeinsam angeschaut wird. Fotos, ein Besuch, ein Nachmittag. Soll es ein Gegenstand sein, sollte er schlicht sein und leicht zu handhaben. Also mit einem Verschluss, der sich auch mit einer Hand öffnen lässt.

Maria-Annas Tipp

Maria-Anna, Schmuckexpertin bei MERCY'S

Maria-Anna, Schmuckexpertin

Dieser Punkt wird übersehen. Feine Karabinerverschlüsse sind für steife Finger schwierig. Ich frage bei Bestellungen für ältere Beschenkte inzwischen von mir aus nach, seit mir eine Kundin geschrieben hat, ihre Mutter trage die Kette nur, wenn jemand zum Schließen da sei.

Bewährt haben sich längere Ketten, die man über den Kopf ziehen kann, und Armbänder mit größerem Verschluss. Von sehr filigranen Gliedern rate ich hier ab, ebenso von kleinen Ohrsteckern.

Inhaltlich funktionieren Stücke gut, die eine Generation verbinden. Zwei gleiche Ketten für Mutter und Großmutter. Oder eines, das später weitergegeben werden kann. Eine Auswahl findest du unter Schmuck als Geschenk.

Was schenkt man der Schwiegermutter zum Muttertag?

Bei der Schwiegermutter liegt die richtige Ebene zwischen aufmerksam und zurückhaltend. Zu Persönliches kann unangenehm sein, zu Beliebiges wirkt pflichtschuldig. Am besten funktioniert etwas Schlichtes mit einer freundlichen, aber nicht intimen Karte.

Praktisch heißt das: keine Symbole mit eindeutiger Bedeutung, keine Anspielungen auf gemeinsame Geschichte, die vielleicht nicht geteilt wird. Ein zeitloses Stück ohne Aussage ist hier die sicherere Wahl.

Weißt du gar nichts über ihren Geschmack, ist ein Geschenkgutschein ehrlicher als ein geratenes Stück. Mit einem persönlichen Satz dazu ist das kein Ausweichen.

Wie geht man mit dem Muttertag um, wenn die Mutter nicht mehr lebt?

Für viele ist der Muttertag kein schöner Tag. Wenn die Mutter gestorben ist, macht ein Tag, der überall sichtbar gefeiert wird, den Verlust größer statt kleiner. Dafür gibt es keine Lösung. Nur Wege, ihn erträglicher zu gestalten.

Was Betroffene am häufigsten beschreiben, ist der Wunsch nach etwas Konkretem statt nach Ablenkung. Ein Gang an einen Ort, der mit ihr verbunden ist. Ein Rezept von ihr kochen. Ihren Namen aussprechen, statt ihn an diesem Tag zu vermeiden.

Manche tragen an diesem Tag etwas, das ihr gehört hat. Das ist kein Ersatz und soll auch keiner sein.

Und wenn du jemanden kennst, dem es so geht: Eine Nachricht am Muttertag, die den Tag beim Namen nennt, ist mehr wert als Schweigen aus Rücksicht.

Was tun, wenn der Muttertag morgen ist?

Steht der Muttertag unmittelbar bevor, ist die ehrlichste Lösung die beste: ein handgeschriebener Brief und die Ankündigung, dass etwas nachkommt. Das ist keine Notlösung. Ein Brief, der am Sonntag da ist, wirkt stärker als ein hastig gekauftes Präsent von der Tankstelle.

Danach gibt es zwei Wege. Entweder du machst den Muttertag zu einem Termin statt zu einem Datum, also ein gemeinsamer Nachmittag in der Woche darauf. Oder du bestellst für den zweiten Anlauf und sagst es an. Unsere Lieferzeit liegt bei ein bis drei Werktagen innerhalb Deutschlands, ab 39 Euro versandfrei.

Wovon ich abrate

Wovon ich abrate: Gutscheine ohne Kontext. Ein Gutschein ohne einen Satz dazu liest sich wie eine verschobene Entscheidung. Mit einem Satz, der sagt, wofür er gedacht ist, sieht es anders aus.

Und wenn dieses Jahr wirklich nichts mehr geht: Der Muttertag ist ein Datum, kein Stichtag für Zuneigung. Eine Woche später ist kein Versäumnis.

Was am Montag noch da ist

Fazit

Der Muttertag ist kleiner, als der Handel ihn macht. 18,72 Euro pro Kopf, und ganz oben auf der Wunschliste steht ein Tag ohne Zuständigkeit. Wer das ernst nimmt, hat den größten Teil richtig gemacht.

Bleibt die Frage, was am Montag noch da ist. Blumen sind es nach zehn Tagen nicht mehr, die Pralinen sind gegessen, der Gutschein ist eingelöst, der Nachmittag ist vorbei. Was übrig bleibt, ist das, was getragen wird. Und der Satz auf der Karte, der oft länger aufgehoben wird als alles andere.

Deshalb mein Rat, konkret: eine schmale Kette oder ein flaches Armband aus einem Material, das Wasser aushält. Dazu ein Satz, in dem ein bestimmter Tag vorkommt, den nur ihr beide kennt. Nicht teuer, das ist belegt. Sondern so, dass sie es morgens nicht ablegen muss.

Unsere Auswahl an Stücken, die den Alltag mitmachen, findest du unter Schmuck als Geschenk oder in der Übersicht aller Schmuckstücke. Beschäftigt dich der nächste Anlass, lies weiter im Beitrag zum Valentinstag oder bei den Weihnachtsgeschenken für Frauen.

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Maria-Anna, Schmuckexpertin bei MERCY'S

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Maria-Anna

Maria-Anna berät die MERCY'S Kundinnen seit dem ersten Tag rund um Material, Passform und die Frage, welches Stück zu welchem Anlass passt. Vor dem Muttertag ist sie die erste Ansprechpartnerin für alle, die zwischen zwei Ketten schwanken oder nicht wissen, ob ein Verschluss für die Beschenkte praktikabel ist. Mehr über Maria-Anna und ihre Arbeit erfährst du auf ihrer Autorenseite.

Häufige Fragen

Wann ist Muttertag in Deutschland?

Immer am zweiten Sonntag im Mai. 2027 fällt er auf den 9. Mai. Es ist kein gesetzlicher Feiertag, sondern ein traditioneller Gedenktag ohne eigene Regelung.

Warum ist Muttertag jedes Jahr an einem anderen Tag?

Weil er an einen Wochentag gebunden ist, nicht an ein Datum. Der zweite Sonntag im Mai verschiebt sich, je nachdem auf welchen Wochentag der 1. Mai fällt.

Was schenkt man Müttern, die nichts brauchen?

Etwas, das sie täglich benutzt, oder Zeit, die fest im Kalender steht. Eine kleine langlebige Aufmerksamkeit mit persönlicher Karte wirkt länger als ein großes Präsent.

Wie viel gibt man für ein Muttertagsgeschenk aus?

Laut Handelsverband Deutschland durchschnittlich 18,72 Euro pro Person. Der Preis sagt wenig darüber aus, wie ein Geschenk tatsächlich ankommt.

Ist Schmuck ein gutes Muttertagsgeschenk?

Ja, wenn er alltagstauglich ist. Rund fünf Prozent der Schenkenden wählen laut einer YouGov-Erhebung Schmuck. Entscheidend ist, dass er täglich getragen werden kann.

Welche Blume steht für den Muttertag?

Traditionell die Nelke, die auf Anna Jarvis zurückgeht. In Deutschland dominieren heute Tulpen, Rosen und Pfingstrosen, weil sie im Mai Saison haben.

Wann sollte man ein Muttertagsgeschenk bestellen?

Spätestens in der ersten Maiwoche. Am Muttertag selbst haben Geschäfte geschlossen, und Versand braucht Vorlauf. Bei uns sind es ein bis drei Werktage innerhalb Deutschlands.

Was schreibt man in eine Muttertagskarte?

Einen konkreten Satz statt eines allgemeinen Kompliments. Ein benannter Moment wirkt stärker als jeder fertige Spruch, weil er zeigt, dass du dich erinnerst.

Was schenkt man zum ersten Muttertag?

Etwas, das ihr allein gilt und nicht dem Kind. Leicht, unempfindlich, ohne baumelnde Anhänger, damit es den Alltag mit Baby übersteht.

Was schenkt man der Oma zum Muttertag?

Am besten gemeinsame Zeit oder ein schlichtes Stück mit einem Verschluss, der sich leicht öffnen lässt. Sehr filigrane Glieder sind für steife Finger unpraktisch.

Wer hat den Muttertag erfunden?

Die US-Amerikanerin Anna Jarvis. Die erste Feier fand am 10. Mai 1908 statt, 1914 wurde der Tag in den USA offiziell anerkannt.

Seit wann gibt es den Muttertag in Deutschland?

Seit dem 13. Mai 1923. Eingeführt wurde er vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber nach amerikanischem Vorbild.