Wasserfeste Ringe: Warum sie die Härteprüfung für dauerhaften Schmuck sind

Material · Wasserfeste Ringe

Von Maria-Anna, Schmuckexpertin · 7 Min. Lesezeit

Wasserfester Ring am Finger im Alltag, 316L Edelstahl mit PVD-Vergoldung

Das Wichtigste in Kürze

Wasserfeste Ringe müssen mehr aushalten als jedes andere Schmuckstück, weil sie den ganzen Tag mit dem Finger arbeiten. Wirklich wasserfest sind nur Ringe aus 316L Edelstahl oder Titan, bei vergoldeten Modellen mit PVD-Beschichtung. Woran du echte Wasserfestigkeit erkennst und welche Ringform zu welchem Alltag passt, klärt dieser Beitrag.

Inhalt anzeigen

Eine Kette hängt. Ein Ring arbeitet. Das ist der Unterschied, den ich Kundinnen am liebsten mit auf den Weg gebe, wenn sie sich zum ersten Mal einen wasserfesten Ring aussuchen.

Der Finger bewegt sich vom Aufwachen bis zum Zubettgehen. Er tippt, greift, wäscht, cremt, kocht, hebt Gewichte, öffnet Türen. Bei jeder dieser Bewegungen reibt der Ring an zwei Seiten gleichzeitig. Innen an der Haut, außen an allem, was der Finger berührt. Kein anderes Schmuckstück ist dieser Doppelreibung ausgesetzt, den ganzen Tag, jeden Tag.

Wasserfeste Ringe sind deshalb nicht einfach eine Untergruppe von wasserfestem Schmuck. Sie sind die Härtefall-Kategorie. Und weil sie am meisten aushalten müssen, sind sie auch die Kategorie, bei der Material und Verarbeitung am deutlichsten den Unterschied machen. Ich schreibe diesen Beitrag als jemand, die täglich Anfragen dazu beantwortet und die selbst jeden Tag mit dem Thema zu tun hat.

Warum Ringe die Härteprüfung für wasserfesten Schmuck sind

Ringe sind die anspruchsvollste Kategorie von wasserfestem Schmuck, weil sie permanent mechanischer Belastung ausgesetzt sind. Anders als Ketten oder Ohrringe bewegen sie sich mit dem Finger und reiben auf Innen- und Außenseite gleichzeitig. Nur Materialien wie 316L Edelstahl oder Titan halten diesem Dauereinsatz stand.

Was mit einem Ring am Finger tagsüber wirklich passiert, unterschätzen viele. Die Innenseite scheuert bei jeder Bewegung an der Fingerhaut. Die Außenseite trifft auf Tastaturen, Türgriffe, Kochlöffel, Lenkräder, Sport-Griffe, Einkaufskörbe. Kein spektakulärer Angriff. Nur die kleine, permanente Belastung von morgens sieben bis nachts elf.

Dann kommt Wasser dazu. Beim Duschen läuft es über die Hand und spült Shampoo und Seife mit. Es trocknet in den feinen Rillen an der Innenseite. Beim Händewaschen wechselt der Ring zwanzig Mal am Tag zwischen nass und trocken. Beim Kochen kommt heißes Wasser dazu, beim Kaffeekochen Dampf, beim Sport Schweiß.

Ohrringe stecken fest. Ketten hängen in der Luft. Der Ring ist das einzige Schmuckstück, das nicht getragen, sondern benutzt wird.

Welche Ringe sind wirklich wasserfest?

Wirklich wasserfeste Ringe bestehen aus 316L EdelstahlEine medizinisch zertifizierte Edelstahlsorte, die auch für chirurgische Instrumente und Implantate verwendet wird. Sehr korrosionsbeständig und nickelarm. (auch Chirurgenstahl genannt) oder aus Titan. Beide Materialien rosten nicht, laufen nicht an und reagieren nicht auf Wasser, Schweiß oder Chlor. Bei vergoldeten Modellen macht eine PVD-BeschichtungPhysical Vapor Deposition. Im Vakuum aufgetragene Beschichtung, die sich auf molekularer Ebene mit dem Trägermetall verbindet. Deutlich härter und langlebiger als klassische Vergoldung. den Unterschied zwischen dauerhafter Optik und Abblättern nach wenigen Wochen.

"Wasserfest" ist in der Schmuckwelt kein geschützter Begriff. Manche Shops nennen einen vergoldeten Messing-Ring wasserfest, weil er ein paar Duschgänge übersteht. Das ist nicht direkt falsch, aber es ist unehrlich. Wasserfest im ehrlichen Sinn heißt, dass ein Ring über Jahre hinweg im Alltag getragen werden kann, ohne dass sich das Material verändert.

Diese Bedingung erfüllen zwei Materialien wirklich. 316L Edelstahl ist die gleiche Stahllegierung, die in der Medizin für Implantate verwendet wird. Sie ist nickelfrei nach EU-Norm, reagiert nicht mit Wasser, Schweiß oder Kosmetika, und bildet auf der Oberfläche eine passive SchutzschichtEine nur wenige Nanometer dünne Chromoxid-Schicht, die sich selbst bildet und weiteren Sauerstoff und Feuchtigkeit vom Metall abhält. Verantwortlich für die Korrosionsbeständigkeit., die weiteren Sauerstoff und Feuchtigkeit abhält. Titan ist noch leichter und noch korrosionsbeständiger, hat aber weniger Designvielfalt in der Verarbeitung.

Bei einem vergoldeten Ring kommt eine dritte Komponente ins Spiel, die Beschichtung. PVD-Beschichtungen auf Schmuck liegen typischerweise bei ein bis drei Mikrometern Schichtdicke. Wichtiger als die reine Dicke ist aber, dass die PVD-Schicht im Vakuum aufgetragen wird und dabei extrem hart und haftfest mit dem Grundmaterial verbindet. Klassische galvanische VergoldungenKlassisches Verfahren, bei dem eine dünne Goldschicht in einem nassen Elektrolyse-Bad auf ein Trägermetall aufgetragen wird. Haftet, ist aber weich und löst sich an Reibestellen. im Modeschmuck-Bereich sind oft nur 0,05 Mikrometer dünn, im Fachjargon "Flash-Vergoldung" genannt. Deshalb blättern sie so schnell ab. Das Fraunhofer IWS ordnet PVD-Verfahren technisch im Bereich von wenigen Nanometern bis zu einigen zehn Mikrometern ein.

Gut zu wissen

Der Unterschied in Zahlen: Flash-Vergoldung 0,05 Mikrometer, PVD-Vergoldung auf Schmuck 1 bis 3 Mikrometer. Also bis zu 60-mal dicker, und dazu molekular fest mit dem Stahl verbunden statt nur oberflächlich aufgetragen.

Zur schnellen Orientierung habe ich die gängigsten Materialien für wasserfeste Ringe in einer Übersicht zusammengestellt.

Material Wasserfest Anlaufsicher Nickelfrei Alltag und Sport Preis-Niveau
316L Edelstahl Ja Ja Ja (EU-Norm) Sehr gut Günstig bis Mittel
316L mit PVD-Vergoldung Ja Ja Ja Sehr gut Mittel
Titan Ja Ja Ja Sehr gut Mittel bis Hoch
925 Silber (unbehandelt) Bedingt Nein (läuft dunkel an) Ja Bedingt Mittel
Messing/Kupfer galvanisch vergoldet Nein Nein Meist nicht Nein Günstig
585er Gold (14K) Ja Ja Meist ja Weich, kratzempfindlich Hoch
750er Gold (18K) Ja Ja Meist ja Weich, kratzempfindlich Sehr hoch

Tabelle seitlich scrollbar

Das Muster in der Tabelle ist deutlich. Wer einen Ring sucht, den er wirklich nie ablegen will, landet bei 316L Edelstahl, Titan oder 316L mit PVD-Vergoldung. Alle anderen Materialien haben mindestens einen Haken, der im Alltag früher oder später auffällt.

Materialvergleich wasserfester Ringe, 316L Edelstahl Titan und vergoldete Varianten
316L Edelstahl, Titan und PVD-vergoldete Varianten im direkten Vergleich.

Kann ich meinen Ring beim Duschen und im Meer tragen?

Ja, wenn der Ring aus 316L Edelstahl oder Titan besteht, kann er beim Duschen und im Meer getragen werden. Auch PVD-vergoldete Ringe halten diesen Belastungen stand. Wichtig ist nur, den Ring nach Salz- oder Chlorwasser mit klarem Wasser abzuspülen, damit sich keine Salzkristalle an der Innenseite ablagern.

Diese Frage bekomme ich häufiger als jede andere zu Ringen. Vor der Größe, vor der Passform, vor dem Preis kommt fast immer zuerst: "Kann ich den Ring wirklich beim Duschen und im Meer tragen?" Ich verstehe das. Wer schon einmal einen Ring hatte, der nach zwei Wochen Duschgel-Kontakt grüne Ränder am Finger hinterlassen hat, wird beim nächsten Kauf vorsichtiger. Die kurze Antwort ist ja. Die lange Antwort hat drei Komponenten.

Süßwasser aus Dusche, Waschbecken und Regen macht 316L Edelstahl und Titan nichts. Die PVD-Vergoldung bleibt intakt. Salzwasser aus dem Meer ist etwas aggressiver, aber immer noch unproblematisch für das Kern-Material. Wenn du nach dem Meeresbad kurz mit Süßwasser über die Hand gehst, verhinderst du, dass Salzkristalle sich in den feinen Rillen an der Ringinnenseite festsetzen und dort langfristig scheuern.

Maria-Annas Tipp

Nach dem Meeresbad zwanzig Sekunden mit klarem Süßwasser über die Hand: Salzkristalle spülen sich ab, bevor sie in die feinen Rillen an der Ringinnenseite wandern. Ein winziger Handgriff, der die Lebensdauer der Oberfläche spürbar verlängert.

Chlorwasser aus Pool oder Whirlpool ist der einzige Fall, bei dem ich zur Vorsicht rate. Nicht weil Chlor das Material angreift. Sondern weil hoch konzentriertes Chlor über Jahre die Oberflächenveredelung matter machen kann. Für den gelegentlichen Schwimmbadbesuch spielt das keine Rolle.

Wer tiefer in das Thema Wasser und Schmuck einsteigen will, findet in meinem Beitrag Schmuck beim Duschen tragen die längere Version dieser Antwort.

Welche Ringe laufen im Wasser nicht an?

Ringe aus 316L Edelstahl und Titan laufen im Wasser nicht an, weder in Süß- noch in Salzwasser. Auch PVD-vergoldete Ringe behalten ihren Goldton dauerhaft. Anlaufen ist typisch für 925 Silber, Kupfer und Messing. Wenn dein Ring nach ein paar Wochen matt oder dunkler wird, hast du kein wasserfestes Modell in der Hand.

Anlaufen ist ein chemischer Prozess. Bei 925 Silber reagiert das Metall mit Schwefel aus Luft und Schweiß und wird dunkler. Bei Messing und Kupfer ist es eine Oxidation, die grünliche oder bräunliche Verfärbungen bringt. Beides passiert unabhängig davon, wie oft du den Ring wäschst. Es ist kein Sauberkeitsproblem, sondern ein Materialproblem.

316L Edelstahl reagiert mit keinem dieser Stoffe. Die Chrom-Nickel-Legierung bildet die passive Schutzschicht, die ich oben schon erwähnt habe, und die weiter Sauerstoff und Feuchtigkeit abhält. Deshalb sieht ein 316L-Ring auch nach fünf Jahren im Wasser noch silbrig aus wie am ersten Tag.

Bei vergoldeten Modellen ist die Antwort differenzierter. Ein PVD-vergoldeter Ring läuft nicht an, weil die Vergoldung selbst dauerhaft ist. Ein galvanisch vergoldeter Ring aus Messing kann durch die Vergoldung hindurch anlaufen, sobald die dünne Goldschicht Risse bekommt und Luft an den Kern kommt. Wer sicher sein will, ob der eigene Ring wirklich nicht abfärbt, findet in meinem Beitrag Schmuck der nicht abfärbt die Details.

Was passiert an der Ringinnenseite?

Die Ringinnenseite ist der am stärksten belastete Bereich eines wasserfesten Rings, weil dort permanente Hautkontakt-Reibung entsteht. Bei minderwertigen Materialien kommt es hier zu Rötungen, Nickel-Ausschlag oder grünen Verfärbungen. Ein Ring aus 316L Edelstahl oder Titan bleibt hier problemlos, weil beide nickelfrei nach EU-Norm sind.

Diesen Punkt findest du in kaum einem Ratgeber über wasserfesten Schmuck, obwohl er der entscheidende ist. Die Ringinnenseite ist ein winziges Mikroklima aus Hautfett, Schweiß, Seifenresten und Reibung. Wenn das Material nicht stimmt, zeigen sich hier die Probleme zuerst.

Bei einem Ring aus günstiger Legierung wandert dort Nickel in die Haut. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung liegt die Sensibilisierungsrate gegenüber Nickel in der deutschen Allgemeinbevölkerung bei rund 9,9 Prozent, mit deutlich höherer Häufigkeit bei Frauen. Nickel ist das häufigste Kontaktallergen überhaupt. Bei einem Kupfer- oder Messingkern bildet sich der bekannte grüne Rand. Bei Silber lagert sich Silbersulfid ab, was zu dunklen Verfärbungen auf der Haut führt.

Zahlen, die zählen

9,9 Prozent der deutschen Bevölkerung sind gegenüber Nickel sensibilisiert, Frauen deutlich häufiger. Nickel ist damit das häufigste Kontaktallergen überhaupt. Der einfachste Schutz an der Ringinnenseite: ein nickelfreies Material wie 316L Edelstahl oder Titan.

316L Edelstahl umgeht das alles. Er ist nickelfrei nach der EU-Nickelverordnung (REACH Anhang XVII) und gibt keine Metalle ab, die in die Haut wandern könnten. Titan ist noch inerter und gibt praktisch nichts ab. Für Frauen mit empfindlicher Haut oder mit einer Vergangenheit von Ring-Reaktionen sind das die beiden Materialien, die ich immer empfehle.

Ein Faktor, den viele bei Ringen unterschätzen, ist die Fingerschwellung. Finger schwellen im Sommer, bei Hitze, bei Salzkonsum, in der Schwangerschaft und im Verlauf eines langen Tages sichtbar an. Ein Ring, der morgens perfekt sitzt, kann abends zur Druckstelle werden.

Genau deshalb sind alle MERCY'S Ringe offen und in der Größe verstellbar. Das hat zwei Vorteile im Alltag: Du kannst denselben Ring an verschiedenen Fingern tragen, je nach Look oder Stimmung. Und wenn der Finger im Tagesverlauf leicht anschwillt, drückst du den Ring einfach eine Spur weiter auf. Kein Klemmen, keine Druckstelle, keine Reserve-Größe für den Sommer nötig.

Für Kundinnen mit empfindlicher Haut empfehle ich trotzdem eine halbe Größe größer. Wie du deine Größe zu Hause misst, steht im Beitrag Ringgröße messen.

Nahaufnahme der Ringinnenseite bei einem wasserfesten Ring aus 316L Edelstahl
Die Ringinnenseite ist der Bereich, wo sich Material-Qualität als Erstes zeigt.

Welche Ringform hält meinem Alltag stand?

Für einen aktiven Alltag mit viel Handarbeit eignen sich schlichte Bandringe am besten, weil sie kaum Anhaftpunkte für Kleidung oder Sportgeräte bieten. Statement-Ringe und Kettenringe sind für Bürojobs und Freizeit gedacht. Layer-Kombinationen aus zwei oder drei dünnen Ringen sind alltagstauglich und vereinen die Vorteile beider Welten.

Ringform ist ein Thema, das in der Beratung oft zu kurz kommt. Kundinnen entscheiden sich meistens erst für ein Design und dann für den Alltag. Das rächt sich, wenn der Ring innerhalb weniger Wochen an Sportgeräten hängen bleibt, im Handschuh drückt oder beim Kochen mit Öl schmierig wird.

Bandringe

Die pflegeleichteste Form. Kaum Ecken, keine Fassungen, wenig Angriffsfläche. Ein Modell wie der Aralyn Bandring übersteht Sport, Gartenarbeit und Kochen problemlos.

Statement-Ringe

Mehr Höhe, mehr Fläche. Für Situationen, in denen die Hand eher dekorativ als aktiv ist. Der Aurema Statement-Ring zeigt im Alltag Wirkung, gehört beim Sport aber besser abgelegt.

Kettenringe

Zwei bis drei dünnere Bänder oder Glieder. Alltagstauglich, weil die Glieder Bewegung erlauben. Der Olyra Kettenring und der Talira Kettenring bekommen diesen Kompromiss gut hin.

Layer-Kombinationen

Zwei bis drei schmale Ringe an einem Finger gestapelt. Visuelle Wirkung ohne den Nachteil eines dicken Statement-Rings. Ein Look, den ich immer häufiger sehe und selbst am schönsten finde.

Sind vergoldete Ringe wasserfest?

Vergoldete Ringe sind wasserfest, wenn sie auf 316L Edelstahl basieren und mit einer PVD-Beschichtung veredelt sind. Vergoldete Ringe aus Messing oder mit galvanischer Vergoldung sind nicht wasserfest, weil die dünne Goldschicht innerhalb weniger Wochen abblättert. Das Kernmaterial und die Beschichtungsart entscheiden zusammen über die Haltbarkeit.

Die Frage ist knifflig, weil "vergoldet" in der Schmuckwelt sehr Unterschiedliches heißen kann. Drei Kombinationen sind für dich relevant.

316L Edelstahl mit PVD-Vergoldung (oft als 18K PVD ausgewiesen) ist die Kombination, mit der MERCY'S arbeitet. Die PVD-Schicht wird im Vakuum aufgetragen und ist deutlich härter und haftfester als eine klassische galvanische Vergoldung. Wasserfest, langlebig, alltagstauglich.

Messing oder Kupfer mit galvanischer Vergoldung ist der Standard bei günstigem Modeschmuck. Die Goldschicht ist so dünn, dass sie schon durch Handcreme, Parfüm und häufiges Waschen in wenigen Wochen abblättert. Nicht wasserfest im ehrlichen Sinn.

Massives Gold in 14K oder 18K ist wasserfest, aber teuer und deutlich weicher als Edelstahl. Für einen Ring, der jeden Tag arbeiten muss, ist das paradoxerweise die pflegeintensivere Wahl.

Wer das Thema Gold und Wasserfestigkeit tiefer angehen will, findet die längere Version in meinem Beitrag wasserfester Schmuck aus Gold. Die technischen Details zur PVD-Beschichtung selbst stehen in PVD-Vergoldung bei Schmuck.

Woran erkennst du einen wirklich wasserfesten Ring?

Einen wirklich wasserfesten Ring erkennst du an drei Merkmalen: klare Materialangabe (316L Edelstahl oder Titan), Angabe der Beschichtungsart bei vergoldeten Modellen (PVD, nicht "vergoldet") und Zusatzhinweise wie "nickelfrei" oder "hypoallergen". Wenn eines dieser drei Merkmale fehlt oder vage bleibt, ist Vorsicht angebracht.

Vor dem Kauf gehe ich in Gedanken diese drei Punkte durch. Sie sind einfach und schützen vor den häufigsten Fehlkäufen.

Material klar benannt

Steht "316L Edelstahl", "Chirurgenstahl" oder "Titan" in der Produktbeschreibung? Nur "Edelstahl" oder "Metalllegierung" ist ein Warnzeichen.

Es gibt viele Edelstahlsorten, aber nur 316L ist für dauerhaften Wasserkontakt zuverlässig geeignet.

Beschichtung klar benannt

Bei vergoldeten Modellen sollte "PVD-Vergoldung", "PVD-Beschichtung" oder "Ionenplattierung" stehen.

Nur "vergoldet" oder "gold plated" ist fast immer die dünne galvanische Variante.

Nickelfrei-Angabe

Ein hochwertiger 316L-Ring ist automatisch nickelfrei nach EU-Norm, aber ein transparenter Shop macht diese Angabe trotzdem sichtbar.

Ein Hinweis auf "hypoallergen" oder "für empfindliche Haut geeignet" ist ein weiteres Vertrauens-Signal.

Achtung

Wenn eines dieser drei Merkmale fehlt oder vage bleibt ("Edelstahl" ohne Sorte, "vergoldet" ohne Verfahren, keine Nickel-Angabe), ist der Ring mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht wirklich wasserfest, egal was das Produktbild verspricht.

Zusätzlich lohnt der Blick auf Garantie und Rückgabefrist. Ein Anbieter, der wirklich hinter der Wasserfestigkeit seines Rings steht, gibt eine Garantie auf das Material und eine großzügige Rückgabefrist. Bei MERCY'S sind das zwei Jahre Garantie auf das Material und einhundert Tage Rückgabe. Das ist kein Marketingversprechen, das ist eine Position.

Layering wasserfester Ringe an einem Finger, mehrere schmale Modelle kombiniert
Layering mit schmalen Bandringen: Wirkung ohne den Nachteil eines dicken Statement-Rings.

MERCY'S Ringe im Alltag

MERCY'S Ringe bestehen aus 316L Edelstahl mit 18K PVD-Vergoldung, sind nickelfrei nach EU-Norm und für dauerhaften Wasser- und Alltagskontakt gemacht. Von schlichten Bandringen bis zu dickeren Statement-Modellen ist die Auswahl auf verschiedene Alltagstypen ausgelegt.

2 Jahre

Materialgarantie

100 Tage

Rückgaberecht

EU-Norm

Nickelfrei zertifiziert

Ein paar konkrete Vorschläge, damit du dir vorstellen kannst, welches Modell zu welchem Alltag passt.

Für einen aktiven Alltag mit viel Handarbeit oder Sport eignen sich der Aralyn Bandring oder der Amelina Ring. Beide sind schmal, ohne Fassungen, ohne Anhaftpunkte.

Für einen Bürojob mit Kundenkontakt sind Modelle mit etwas mehr Wirkung, ohne aufdringlich zu werden, die richtige Wahl. Der Luneth Ring und der Nirella Ring sind zwei ruhige, aber präsente Designs.

Für Layering-Fans, die zwei oder drei Ringe kombinieren wollen, sind schlanke Modelle wie der Amelina Ring, der Elanira Cross-Ring und der Valina Symbol-Ring gute Ausgangspunkte. Alle drei sind so schmal, dass sich mehrere problemlos an einem Finger stapeln lassen.

Wenn du bei der Größe unsicher bist, hilft dir mein Beitrag Ringgröße messen mit einer einfachen Methode für zu Hause. Wer das Gesamtbild zu wasserfestem Schmuck verstehen will, findet die Grundlagen in unserem Guide zu wasserfestem Schmuck. Alle Modelle stehen in unserer Kategorie wasserfeste Ringe.

Fazit

Ringe sind der Härtefall unter dem wasserfesten Schmuck, und genau deshalb lohnt hier der Blick auf Material und Verarbeitung mehr als bei jedem anderen Schmuckstück. Wirklich wasserfest heißt 316L Edelstahl, Titan oder 316L mit PVD-Vergoldung. Alles andere blättert, läuft an oder reizt die Haut, früher oder später.

Wer weiß, worauf zu achten ist, bekommt einen Ring, den man morgens anlegt und abends nicht mehr wahrnimmt. Das ist das ehrliche Versprechen hinter "wasserfest". Nicht ein Ring, der ein paar Duschgänge übersteht. Sondern einer, der einfach mitmacht.

Wasserfeste Ringe entdecken

Maria-Anna | Das Herz hinter deinem Paket und deiner Beratung

Maria-Anna, Schmuckexpertin bei MERCY'S

Schmuckexpertin bei MERCY'S

Maria-Anna

Ich berate die MERCY'S Kundinnen seit dem ersten Tag rund um Material, Passform und Alltagstauglichkeit. Ringe sind das häufigste Thema in meiner Beratung, weil sie im Alltag am meisten aushalten müssen. Mehr über meine Arbeit und meinen Hintergrund findest du auf meiner Seite.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich einen wasserfesten Ring?

An klarer Materialangabe (316L Edelstahl oder Titan), bei vergoldeten Modellen an "PVD-Vergoldung" statt nur "gold plated", und an einem Nickelfrei-Hinweis. Fehlt einer dieser Punkte, ist Vorsicht angebracht.

Welche Ringe färben nicht ab?

Ringe aus 316L Edelstahl, Titan oder 316L mit PVD-Vergoldung färben nicht ab, weil sie kein Nickel, kein Kupfer und keine Messing-Bestandteile an die Haut abgeben. Grüne oder schwarze Verfärbungen entstehen fast immer durch billige Legierungen mit Kupfer- oder Messingkern.

Kann ich meinen wasserfesten Ring im Meer tragen?

Ja, 316L Edelstahl und Titan halten Salzwasser problemlos aus. Nach dem Meeresbad kurz mit Süßwasser abspülen, damit sich keine Salzkristalle in der Ringinnenseite festsetzen.

Sind alle vergoldeten Ringe wasserfest?

Nein. Nur Ringe mit 316L Edelstahl als Kern und PVD-Beschichtung sind wirklich wasserfest. Galvanisch vergoldete Ringe aus Messing oder Kupfer blättern innerhalb weniger Wochen ab.

Welche Ringform eignet sich für den Sport?

Schmale Bandringe ohne Fassungen. Sie haben kaum Anhaftpunkte und passen unter Sport-Handschuhe.

Wie lange hält ein wasserfester Ring?

Bei 316L Edelstahl mit PVD-Beschichtung im täglichen Alltag mehrere Jahre ohne sichtbare Abnutzung. MERCY'S gibt zwei Jahre Garantie auf das Material.